gesund essen mit vollwert
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Milch und Milch-Produkte





Wichtige Eiweiß-Quelle in der Vollwert-Ernährung

frische Biomilch

In der Vollwerternährung wird für Erwachsene der Konsum von Milch in mäßigen Mengen empfohlen. Joghurt und Buttermilch sind ebenfalls ausgezeichnete Nahrungsmittel und jedenfalls besser als der fette Rahm. Käse ohne Zusatzstoffe in geringen Mengen wird ebenfalls empfohlen.
Milch ist allerdings kein Getränk, sondern ein (ziemlich kalorienreiches) Nahrungsmittel, das aber bei Verträglichkeit zum Beispiel im Müsli eine ausgezeichnete Ergänzung zum Getreide darstellt.
Weniger empfehlenswert sind Haltbarmilch und Käsesorten mit Zusatzstoffen (Etiketten beachten, Zusatzstoffe müssen deklariert werden!)
Nicht empfehlenswert ist der Genuss von Kondensmilch, Milchpulver, Schmelzkäse sowie Milchmischerzeugnisse mit Zucker-Zusatz oder anderen Zusätzen wie "naturidentes Aroma etc.
Als unnötig würden wir jene Produkte bezeichnen, die als Functional Food daherkommen und alle möglichen gesundheitlichen Wirkungen versprechen. Sie sind meist nur teurer und es wird für sie mehr Werbung gemacht als für normales Joghurt oder Buttermilch.

Gesundheitliche Aspekte

Milch und die erwähnten Milchprodukte zeichnen sich durch ihren Nährstoffreichtum an Protein und Calcium sowie den Vitaminen B2 und B12 aus.
In Tierversuchen konnten bei gesäuerten Milchprodukten wie Sauermilch, Joghurt, Kefir und Buttermilch antikanzerogene Wirkungen nachgewiesen werden.

Milchprotein besitzt einen hohen Gehalt an essenziellen Aminosäuren (ein halber Liter deckt den täglichen Bedarf fast aller essenziellen Aminosäuren). Zusammen mit Proteinen pflanzlicher Lebensmittel (Getreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchte) ergeben sich günstige Proteinkombinationen mit hoher biologischer Wertigkeit.
Das Milch-Fett besteht großteils aus kurz- und mittelkettigen Fettsäuren. Davon sind 25 % einfach und 5 % mehrfach ungesättigt (das ist weniger als bei den pflanzlichen Ölen, aber besser als bei den sonstigen tierischen Fetten). Wegen des allgemein hohen Fett-Konsums ist eventuell eine Bevorzugung fettarmer Milchprodukte zu empfehlen.

Milch-Unverträglichkeiten

75-80% der Menschen weltweit entwickeln nach dem Säuglingsalter eine Laktose- (Milchzucker)-Intoleranz.
Im Unterschied dazu vertragen mehr als 80 % der Nord- und Mitteleuropäer die Laktose.

Thema Milchverarbeitung

* Unerhitzte Rohmilch sollte nur von Erzeugerbetrieben, die streng auf Hygiene kontrolliert werden, getrunken werden, da Milch einen idealen Nährboden für eventuell krank machende Mikroorganismen darstellt.
* Homogenisierung: Führt dazu, dass sich das Fett nicht abtrennt. Es führt zu einer erleichterten Fettresorption, was nicht unbedingt ein Vorteil ist.
* Erhitzungsverfahren: Pasteurisierung, Ultrahocherhitzung (H-Milch). Dabei werden die Proteine denaturiert. Ob das negative Auswirkungen hat, ist noch nicht geklärt. Beim Erhitzen kommt es zu Verlusten an B12.



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